In der Begründung zum Nachhaltigkeitspreis heißt es – „ganzheitliche Nachhaltigkeitskonzepte mit umfassendem Mitarbeiterangebot und Mobilitätskonzept sowie die Holz Hybrid Bauweise“ .
Auf dem bisherigen Siemens-Forschungsgelände im Erlanger Süden entsteht bis 2030 in mehreren Bauabschnitten ein neuer lebendiger Stadtteil. Vielfältige Maßnahmen zu Klimaschutz, Biodiversität und auch der effiziente Umgang mit der Fläche des bestehenden Siemens-Standorts tragen zu einer Revitalisierung des bisher geschlossenen Geländes bei – mit modernen Bürogebäuden sowie attraktiven Außenanlagen mit großzügigen Grün- und Freiflächen für eine hohe Aufenthaltsqualität. „Die Auszeichnung ist eine große Anerkennung unserer umfassenden Maßnahmen zur Nachhaltigkeit bei diesem Projekt“, freute sich Thomas Braun, General Manager des Siemens Campus. „Vom ersten Tag an stand für uns fest, dass der Siemens Campus ein CO 2-neutraler und nachhaltiger Standort wird. Er wurde nachhaltig geplant, er wird mit innovativen, klimaschonenden Bauweisen errichtet und er soll auch im Betrieb durch sein umfängliches Energie-, Klimaschutz-, Mobilitäts- und Arbeitsplatzkonzept zu einem Aushängeschild in Sachen Nachhaltigkeit werden.“

Von der IHK ausdrücklich gelobt wurde die Holz-Hybrid-Bauweise, mit der gerade die Büro-Neubauten einschließlich des zentralen Empfangsgebäudes im zweiten Modul des Campus errichtet werden. Durch die Verwendung nachwachsender Rohstoffe anstelle von Beton, Stahl und Kunststoff kann die CO 2-Belastung gegenüber einer herkömmlichen Bauweise um bis zu 80 Prozent verringert werden.

Vielfältige Maßnahmen leisten zudem während der Nutzung einen Beitrag zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Es werden erneuerbare Energien durch Photovoltaik auf Bürogebäuden und Parkhäusern sowie einer bereits vertraglich abgesicherten, zusätzlichen Stromversorgung durch Windturbinen genutzt. Ein in Kooperation mit den Stadtwerken Erlangen gebautes Blockheizkraftwerk erzeugt CO 2-neutrale Wärme. Zusätzlich versorgen die Stadtwerke Erlangen den Standort mit ebenfalls CO 2-neutral erzeugter Kälte. Elektromobilität wird durch eine Ladeinfrastruktur für Kfz und Fahrräder gefördert und vieles mehr. Sogar ein Teil der am Standort verwendeten Büromöbel wurde aus Recycling-Materialen hergestellt.

Mit vielfältigen gastronomischen Angeboten und Einzelhandel für den täglichen Bedarf entsteht auf einer Fläche von 540.000 Quadratmetern ein offener, nachhaltiger und lebenswerter neuer Stadtteil von und für Erlangen. Dazu wird auch die Biodiversität auf dem Campus beitragen, die unter anderem mit Obstbäumen in Streuobstwiesen, Bienenstöcken, Insektenhotels, Nistkästen und großzügigen Außenanlagen mit einer insektenfreundlichen Beleuchtung die regionale Flora und Fauna fördert. Zusätzlich reduzieren begrünte Fassaden und Dächer den Regenwasserabfluss und schaffen eine angenehme und attraktive Atmosphäre.

Sämtliche Maßnahmen rund um die Biodiversität auf dem Campus wurden aktuell in einer neuen Broschüre zusammengefasst, die ab sofort auf der Homepage unter siemens.de/biodiversitaet-campus-erlangen zum Download zur Verfügung steht.

Energie Rahmenkonzept – Beispielhaft

  • Durch das CO2-neutrale Energieversorgungskonzept werden die Vorgaben der Energieeinsparverordnung ( EnEV ) um 35 % unterschritten.
  • Auf vielen Dächern werden Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung installiert. Allein die für die Module 1 bis 3 vorgesehenen Anlagen werden eine jährliche Energiemenge von rund 1.175 MWh/a erzeugen. Das entspricht dem Verbrauch von rund 400 Haushalten.
  • Der gesamte Campus wird klimaneutral mit zertifiziertem Grünem Strom von physikalisch zugewiesene Windenergieanlagen in Deutschland versorgt.
  • Zu Versorgung des Siemens Campus Erlangen mit Wärme/Kälte wurde mit den Erlanger Stadtwerken eine Vereinbarung zu deren klimaneutralen Erzeugung getroffen. Dazu wird unmittelbar neben dem Campus ein Blockheizkraftwerk errichtet, im dem sowohl Strom als auch Wärme und Kälte durch Kraft-/Wärmekopplung erzeugt wird.
  • In den Gebäuden werden auch die thermischen Speichermassen des Bauwerks aktiviert. In Kombination mit Heiz-Kühldecken und einer intelligenten Gebäudetechnik und -automatisierung können so weitere Einsparungen realisiert werden.
  • Die Be- und Entlüftung ändern der Gebäude erfolgt zum Teil automatisiert mit Wärmerückgewinnung und bedarfsgerechter Steuerung der Luftmenge und -qualität über entsprechende Sensoren, Wetterdaten und Präsenzmelder.
  • Zur Optimierung der Betriebszustände der gebäudetechnischen Anlagen wird der innovative „Siemens Navigator“ genutzt, ein umfassendes Energiemanagement, in dem alle Daten der Gebäudetechnik zusammenfließen.
  • Die Büroräume werden ausschließlich mit effizienten LED-Leuchten ausgestattet, die automatisch nach Tageslicht und Anwesenheit geregelt werden.

Von Redaktion

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